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"Vor so viel Können neigt der kleinliche Kritiker ehrfürchtig sein Haupt!"

-BASLER ZEITUNG-

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PIA GRUTSCHUS [Konzertmeisterin]

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Fragen an Pia

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Gibt es für Dich einen „unvergesslichen“ Moment mit dem LFBO?

„Mein erstes Konzert mit La Folia in kleiner Besetzung im Schwetzinger Schloss, als ich auf der Bühne im Konzert Gänsehaut bekam und dachte: so muss das sein!“

Kannst Du etwas zu Deinem Instrument sagen?

„Meine Geige wurde um 1720 von Georg Klotz in Mittenwald gebaut. Bevor ich sie zu ihrer ursprünglichen Bestimmung zurück führte, habe ich auf ihr meine künstlerischen und pädagogischen Diplome in moderner Stimmung absolviert, sie sogar als Solistin für romantische Konzerte mit großem Sinfonieorchester genutzt. Als ich sie vor ca. 3 Jahren zur Barock-Geige „zurückbauen“ ließ, konnte ich förmlich spüren, wie sie aufatmete, befreit vom physikalischen Druck der höheren Hertz-Zahl. Sie ist das erste Instrument, das ich von meinem selbst verdienten Geld gekauft habe.

Welche CDs würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

„Unsere Concerti Furiosi.; Queen. Best of 1-3.; Michael Camillo.“

Was macht ein perfektes Konzert aus?

„Für mich entstehen im „perfekten“ Konzert spontane musikalische Momente durch Kommunikation im Ensemble.; Welcher Ausdruck dabei entsteht, kann ganz unterschiedlich sein. Von purer Spielfreude über melancholische Ergriffenheit, Lust auf dynamische Extreme, das Genießen besonderer Harmonien – das Feld ist unendlich!“

ZSUZSANNA CENTNÁR [Violine]

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Fragen an Zsuzsanna

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Was war Dein erstes Lieblingsmusikstück?

„Mein Vater hat in dem Orchester der Ungarischen Staatsoper gespielt, ich bin mit Opern aufgewachsen. Als ich 7-8 J. alt war, waren der „Feuerzauber“ und der „Ritt der Walküren“ von Wagner’s Ring meine absolute Lieblingmusiken. Wir hatten sie zu Hause auf LP und ich konnte sie nicht oft genug hören.“

Was machst Du an einem Konzerttag?

„An einem Konzerttag kann so viel unerwartetes passieren, deswegen ist ein gutes Essen sehr wichtig. In Ruhe was leckeres zu essen ist die beste Relaxmöglichkeit.

Was macht für Dich ein perfektes Konzert aus?

„Am Anfang eines Konzertes sitzten hunderte fremde Menschen in einem Saal und wenn man anfängt zu spielen, kann man nicht einschätzen wie die Stücke, die Interpretation ankommt – man fühlt sich fast nackt. Ein perfektes Konzert ist es für mich, wenn zwischen Musikern und Publikum eine Interaktion entsteht. Dass man das Gefühl hat, Bühne und Zuschauerraum verschmelzen und am Ende können wir uns alle als alte Bekannte verabschieden.“

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Was schätzt Du am LFBO besonders?

„Es gibt sehr vieles, was ich bei LFBO schätze! Z.B. das schwungvolle und energiegeladene Musizieren, den Anspruch auf technische Qualität.“

COLINE ORMOND [Violine]

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Fragen an Coline

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Gibt es für Dich einen „unvergesslichen“ Moment mit dem LFBO?

„Es war das erste Konzert mit dem LFBO. Ich erinnere mich gut an diesen verrückten, intensiven und herausfordernden Probentag bevor wir am gleichen Abend das Konzert gespielt haben. So etwas vergisst man nicht!!! Es war auch das erste Mal, dass ich Vivaldi´s Quattro Stagioni gespielt habe, ich liebe diese Musik!“

Was ist das Schwierigste an Deinem Job?

„Ich finde es schwierig, gesund zu leben bei all den Reisen. Genug zu schlafen oder an jedem Ort der Welt gutes Essen zu bekommen ist gar nicht so einfach.

Welche CDs würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

„BAD- Michael Jackson ,  Brahms Symphonies- Celibidache, Matteis- Amandine Beyer, Monty Alexander- live in Montreux jazz,  Luciano Berio,  evtl. noch  Stockhausen – Weval…. und noch so viele mehr…

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Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

„Le chardonneret-  von Donna Tartt.“

HEINRICH KUBITSCHEK [Violine]

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Fragen an Heinrich

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Was ist für Dich das Beste an Deinem Beruf?

„Auf der Bühne zu stehen und auf beiden Seiten- bei Musikern UND Publikum- die Energie der Musik zu spüren.“

Welcher Komponist hat Dich am meisten beeinflusst und warum?

„Heinrich Ignaz Franz von Biber. Ich liebe es, wie er rhythmische Energie mit genialen Melodieabfolgen und den (für mich) „perfekten“ Harmonien kombiniert. UND: Frank Zappa: „For the endless surprise“

Welche CDs würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

„Keine.“

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Was schätzt Du am LFBO besonders?

„Das hohe Spielniveau, das keinen Raum für Kompromisse lässt und uns dadurch das Vergnügen bereitet, jedes Konzert zum Höhepunkt zu treiben.“

SIBILLE KLEPPER [Viola]

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Fragen an Sibille

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Was steht als nächstes bei Dir an?

„Nach meinem Umzug werde ich mir jetzt mein Musikzimmer einrichten und mal schauen, ob mich die Nachbarn immer noch so nett finden, wenn sie mich meine vielen Achtel üben hören.“

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Wie läuft ein Konzerttag bei Dir ab?

“ Aufstehen, Kaffe trinken, sehr oft: lange Auto fahren, Anspielprobe, Umziehen, Konzert. Ach ja: irgendwann noch irgendwas essen. Danach: entweder wieder lange Auto fahren oder aber viel besser: ein, zwei Bierchen mit den Kollegen trinken und in’s Hotel gehen…“

Was ist das Schwierigste an Deinem Beruf?

„Stets dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.“

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Wenn Du ein anderes Instrument spielen könntest, welches wäre das?

“ Kontrabass. Dann würde auch der Spruch passen: unsere Kleinste spielt das größte Instrument!“

PHILIPP COMPLOI [Violoncello]

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Fragen an Philipp

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Gibt es für Dich einen „unvergesslichen“ Moment mit dem LFBO?

„Viele, aber Geminiani’s „La Follia“ in dieser Besetzung zu spielen, das ist nicht zu toppen!“

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Kannst Du etwas über Dein Instrument erzählen?

“ Im Flugzeug sitzt es immer neben mir, am Fensterplatz“

Was macht für Dich ein perfektes Konzert aus?

„Was ist denn ein perfektes Konzert?“

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Wie läuft ein Konzerttag bei Dir ab?

„Ich versuch meine Gedanken soweit zu befreien, dass ich unvoreingenommen und frisch an das Spielen herangehen kann, als ob ich die Musik gerade erst entdecken würde.“

GESINE PETERSMANN [Violoncello]

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Fragen an Gesine

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Kannst Du uns etwas über Dein Instrument erzählen?

„1714 geboren in Paris. Ein waschechter Franzose mit englischem Steg und verbrämter Schnecke. In den weichen, warmen Klang habe ich mich sofort verliebt.“

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Was ist für Dich das Beste an Deinem Beruf?

„Musik ist eine tolle Materie, das ist das Beste!  Die eigene berufliche Freiheit. Im Zusammenspiel Teil eines wunderbaren großen Ganzen zu sein. Ich fühle mich nach einem Konzert meistens glücklich, satt und zufrieden erschöpft.“

In welches Musikstück hast Du Dich erstmalig verliebt?

„Der Mond ist aufgegangen.; Danach kam eine Phase mit Fritz Wunderlich…Zum Glück verliebt man sich musikalisch ja immer wieder neu!“

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Was machst Du vor einem Konzert ?

„Stimmen!

SOPHIA SCHEIFLER [Kontrabass/ Violone]

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Fragen an Sophia

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Was schätzt Du am LFBO besonders?

„Das es rockt! Und die Spielfreude und Risikobereitschaft, mit der bei La Folia Musik gemacht wird. So genau und fehlerfrei wie möglich zu spielen, das hat jeder klassische Musiker in seiner Ausbildung verinnerlicht, diesen Anspruch verliert man nicht. Aber sich trotzdem auch mal über die „Grenzen“ hinauszuwagen und nicht angepasst zu spielen, das kommt mir häufig in anderen Konstellationen zu kurz. Bei La Folia nicht. Da wird es eingefordert! Das liebe ich.“

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Gibt es für Dich einen „unvergesslichen“ Moment mit dem LFBO?

„Einen? Da gibt es viele! Da fällt mir tatsächlich nicht der eine ein. Aber manchmal sind es auch kleine, witzige Momente, die wohl nicht „memorable“ oder erinnerungswürdig sind, aber dennoch lustig. Ein Anekdötchen zu Robins Hund Duke, der häufig der Probe beiwohnt und die Musikerherde zusammenhält: Bei den Proben der Vivadi-Arie „Dopo un’ orrida porcella“, mit zwei schmetternden Hörner besetzt, fing Duke an heftig zu bellen. War wohl zu laut. Zu unserem Erstaunen bellte er allerdings auch ein halbes Jahr später wieder, als wird die Arie erneut probten- nur diesmal ohne Hörner. War wohl einfach nicht sein Lieblingsstück…“

Was ist das Beste daran, ein Musiker zu sein?

„Wenn man das Musikmachen ernst nimmt, ist es eine Lebensaufgabe. Aber ja, das ist Freud’ und Leid zu gleich. Nur denke ich nicht, dass es sich irgendwann ausgespielt hat und es nichts mehr zu entdecken gibt.
Und ein weiterer Aspekt: Einige meiner engsten Freunde, wohnen leider nicht da, wo ich wohne und auf zauberhafte Weise, passiert es ständig, dass ich Konzerte in ihrer Nähe spiele. Das hat zwar nichts mit der Musik an sich zu tun, aber ich bin sehr glücklich, dass ich viel herumkomme und so meine Leute treffe.“

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Welches andere Instrument würdest Du gern spielen?

„Jazztrompete. Auch mal richtig laut sein können! und manchmal wunderschön sanft und dann auch mal rotzig und mit viel Geräusch im Klang spielen. Mit Blechblasinstrumenten lassen sich so rülpsig-urige Klänge erzeugen. Da das in der Klassik weniger gefragt ist, lieber Jazz. Und Trompete, weil ich zur Abwechslung ein hohes Instrument spielenwürde, auf dem Virtuosität und Cantabilität selbstverständlicher gelingen als auf dem Bass. (Bilde ich mir ein)
Allerdings nur Trompete spielen ohne auch den Kontrabass zu haben, das kann ich mir nicht vorstellen. Da würde mir doch etwas Tiefes fehlen.“

VANESSA HEINISCH [Theorbe/ Barockgitarre]

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Fragen an Vanessa

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Was ist das Schwerste an Deinem Beruf?

„Oh. Das klingt jetzt ganz pathetisch:  Die Flüchtigkeit unseres Tuns. Wir arbeiten unglaublich hart, aber am Ende des Tages sind die ganzen schönen Töne verklungen. Man hat immer Hunger nach dem nächsten Ton. In gewisser Weise beneide ich den Tischler, der immer wieder über alte Möbel streicheln und stolz auf sie sein kann. Auch CDs verschaffen einem nicht dieses Gefühl bleibender Zufriedenheit.“

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Das beste am LFBO?

„Die extravagant gute Bassgruppe. Versteht sich.;))“

Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

„Die Katharina Klein – Reihe von Helmut Barz.“

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Dein „unvergesslicher“ Moment mit dem LFBO?

„Unsere erste CD. Das war so spannend!“

ANDREAS KÜPPERS [Cembalo/ Orgel]

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Fragen an Andreas

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Was ist für Dich das Beste am LFBO?

„THE ITALIAN STYLE!!!“

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Was machst Du direkt vor einem Konzert?

„Viel Quatsch mit den Kollegen.;))“

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

„Kreativ sein, neugierig bleiben, Freiheit leben, Wahrheit finden.“

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Worauf freust Du Dich momentan am meisten?

„Auf einen freien Tag mit Frau und Kindern.“